Begegnungen

Tiefgehende Bildung braucht die Begegnung mit anderen Menschen.

 

Gerne unterstützen wir unsere Schülerinnen und Schüler,

  • wenn sie bei Begegnungsfahrten mit jungen Menschen aus anderen Ländern lernen -
    und auch feiern möchten,
  • wenn sie bei Fahrten zu Erinnerungsstätten der deutschen Geschichte den Austausch
    mit Menschen vor Ort suchen und aus diesen Begegnungen für ihr Leben lernen.

Wir laden Sie herzlich ein, in unseren einzelnen Projektbeschreibungen zu stöbern!


Studienreise nach Auschwitz – eine Fahrt gegen das Vergessen

von Jutta Petereit, Lehrerin

 

Auschwitz steht für das unfassbare Verbrechen der Nationalsozialisten gegen die Menschlichkeit.

 

Die Schüler und Schülerinnen haben sich im Unterricht und oft auch darüber hinaus mit dem Nationalsozialismus beschäftigt und kennen die wichtigsten Zahlen, Namen und Fakten.
Dass hinter dem millionenfachen Verbrechen an den Juden Einzelschicksale von Menschen stehen, bleibt den Jugendlichen jedoch verborgen. Die “Stimme der Erde von Auschwitz“ („Sluchac glosu Ziemi Oswiecimskiej“ wie man in der Gedenkstätte Auschwitz sagt) zu hören
und sich die Geschichte des Ortes und einzelner Schicksale erzählen zu lassen, berührt jeden Besucher zutiefst. Mit der Fahrt an den Ort, der für die Massenvernichtung der Juden durch die Nazis steht, findet eine besondere Auseinandersetzung mit dem Holocaust statt.

 

Die fünftägige Fahrt nach Auschwitz findet jedes Jahr im Februar/März statt. Mitfahren können ungefähr zwanzig Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10, die sich um die Teilnahme
an der Fahrt schriftlich bewerben müssen. Die Gruppe findet während ihres Aufenthalts Unterkunft im Zentrum für Dialog und Gebet in Oswiecim statt, dessen Anliegen es ist,
Besucher des Konzentrationslagers in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust zu begleiten.

 

Bereits vor der Fahrt findet eine inhaltliche Annäherung mit dem Thema der Judenvernichtung
im Nationalsozialismus statt, während des Aufenthalts und in einem Nachtreffen, haben die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Gelegenheit sich über das Erlebte und über die Erfahrungen,
die sie auf der Fahrt machen, auszutauschen.

 

Finanziell unterstützt wird die Fahrt von der Stiftung ‚Erinnern Ermöglichen‘, der Landeskirche
und vom Förderverein, darüber hinaus muss ein Teilnehmerbetrag in Höhe von 200 bis 250 Euro geleistet werden.


Bericht über die Fahrt nach Auschwitz

vom 17.2. bis 21.2.2015

 

von Jutta Petereit, Lehrerin

 

Die zunehmende zeitliche Distanz zum Holocaust stellte für die Teilnehmer und Teil-
nehmerinnen eine große Hürde bei der Erschließung des Themas dar, mit den geschichtlichen Daten allein konnten den ca. 15jährigen Schülern Bedeutung und Ausmaß des Holocaust
nicht nahe gebracht werden. Daher setzte sich die Gruppe während der Fahrt mit Einzelschicksalen (von Zeitzeugen, im Film und in Ausstellungen) auseinander, die eine Identifikation mit den Opfern ermöglichten. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Schüler
und Schülerinnen folgende inhaltlichen Stationen während der Fahrt durchlaufen:

 

Der Ankunftstag, Dienstag, der 17.2., diente dem ersten Kennenlernen des Zentrums für Dialog
und Gebet. Die Gruppe erfuhr durch Mitarbeiter von der Bedeutung des Standorts in unmittel-
barer Nähe zum Konzentrationslager und den Aufgaben, die das Zentrum übernimmt. Am
Abend wurde von Schülern ein Referat über die Potsdamer Konferenz gehalten und Einzel-
schicksale von vier Frauen und Männern wurden portraitiert, die die Zeit im Konzentrations-
lager überlebt haben. .Anschließend stellten zwei Teilnehmerinnen den Kurzfilm „Spielzeug-
land“ vor. Im Anschluss diskutierte die Gruppe über das Handeln und Verhalten der Hauptfigur, einer Mutter, die ihren Sohn und dessen Freund vor der Realität des Nationalsozialismus zu schützen versucht.

 

Am Mittwoch, dem 18.2., besuchte die Gruppe mit einer Führung das Stammlager (Auschwitz I), nach dem Mittagessen die Länderausstellung im Stammlager. Am Spätnachmittag fuhren
die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die Stadt Oswiecim und besichtigten dort die ehe-
malige Synagoge.

 

Die Eindrücke über das, was sie während der Führung gehört und gesehen hatten, wurden am Abend im Gespräch aufgearbeitet. Grundlage der Diskussion war die Frage: „Wem gehört Auschwitz – Juden, Polen oder Deutschen?“ In der Gesprächsrunde tauschten sich die
Teilnehmer darüber aus, wie jeweils Polen, Deutsche oder Juden die Gedenkstätte besichtigen.

 

Vier Teilnehmerinnen hatten sich mit sich mit den medizinischen Versuchen des Dr. Mengele befasst. Ihre Ergebnisse stellte die Gruppe in einer sehr eindrucksvollen Präsentation vor.

 

Am Donnerstag, dem 19.2., besuchte die Gruppe ebenfalls mit einer Führung das Vernichtungs-
lager Birkenau (Auschwitz II). Am Nachmittag fand für die Teilnehmer noch einmal eine gedankliche Führung durch das Lager statt: Ein Zeitzeuge, der Auschwitz überlebt hatte, berichtete den Schülern und Schülerinnen von seiner Haftzeit im Lager, schilderte Tages-
abläufe, den täglichen Überlebenskampf und das allgegenwärtige Sterben von Mithäftlingen. Überaus betroffen und geradezu schockiert war die Gruppe von den Schilderungen des ehemaligen Häftlings, der seinen Zuhörern die Dimension des Holocausts durch sein persönliches Schicksal nahe brachte.

 

Nach dem Abendessen bestand seitens der Schülerinnen und Schüler großer Redebedarf
über die Eindrücke im Vernichtungslager und durch das Zeitzeugengespräch. Pater Manfred Deselaers leitete die Diskussion. Eine Teilnehmerin stellte das Leben ihres Urgroßvaters vor:
der Aachener leistete als SPD-Mitglied Widerstand gegen die Nationalsozialisten, er wurde verhaftet und kam im KZ Bergen Belsen um. Ergriffen waren die Teilnehmer und Teil-
nehmerinnen auch von der Buchvorstellung „Amon Göth – mein Großvater hätte mich
getötet“ von Jennifer Teege.

 

In einer Andacht, die einige Schüler vorbereitet hatten, wurde abschließend der Gräueltaten
im Vernichtungslager Auschwitz und des Holocausts insgesamt gedacht.

 

Am Freitag, dem 20.2., fand die Exkursion nach Krakau statt. Zunächst erkundete die Gruppe
mit einer Führung die Stadt mit Wawel und Jagiellonen-Universität. Nach der Mittagspause besichtigten die Schüler und Schülerinnen ebenfalls mit einer Führung das jüdische Viertel Kazimierz, die Gruppe lernte dabei die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung des
Stadtteils für die Krakauer heute kennen. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abend-
essen in einem Restaurant mit typisch polnischer Küche.

 

Eine erste Auswertung und Fahrtenkritik bildete am Samstag, dem 21.2., den Abschluss der Studienfahrt. Am frühen Nachmittag kehrte die Gruppe nach Aachen zurück.


> Zu den Berichten über frühere Auschwitz-Fahrten.


Besuch der Nafsi Acrobats beim Zirkus Configurani

von Krenne Aymans, Lehrer

 

Seit 15 Jahren ermöglicht die "Kinderkulturkarawane" jugendlichen Künstlergruppen aus Afrika, Asien und Lateinamerika, einige Wochen in Europa aufzutreten und ihre Kultur zu präsentieren.
Im Oktober 2014 hat der Schülerzirkus Configurani die Nafsi Acrobats - 10 Jugendliche aus Nairobi/Kenia - für 5 Tage zu sich eingeladen.

 

Die Jugendlichen übernachteten in Zirkus-Gastfamilien und gaben jeden Tag Workshops für
alle Zirkuskünstler. Höhepunkt waren dann ein Besuch beim Oberbürgermeister und natürlich
die abschließende Show in der Großen Halle vor 300 Zuschauer zusammen mit den Configuranis.

 

Der Förderverein hat uns bei der Finanzierung dieser für alle Zirkusschüler der Viktoriaschule unvergesslichen Aktion geholfen.


Viktoria Tanzabende

von Dr. Frank Greschik, Lehrer

 

Seit 2012 Jahren wird an der Viktoriaschule jährlich ein Tanzabend für Gesellschaftstänze für Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 9 durchgeführt.

Dieser Abend wird - mit Unterstützung einiger Lehrer - von Schülern und Schülerinnen selbst organisiert und gestaltet.

Das Zusammenspiel von Tanzen, Mitmachprogramm, Dekoration und kulinarischer Versorgung führt zu einem harmonischen und geselligen Abend in einer schönen Atmosphäre. Stets wird 
der Tanzabend gut besucht.

 

Durch die Unterstützung des Fördervereins konnte ein Grundstock an Dekorationsmaterial beschafft werden. So können weitere Tanzabende gut geplant werden...