Deutsch-französischer Schüleraustausch
Unsere interkulturelle Begegnungsfahrt nach Schliersee (20.–26.02.2008)


Eine Woche lang haben 30 Schüler aus den jetzigen 8. Klassen der Viktoriaschule mit 25 gleichaltrigen französischen Schülern aus der Nähe von Paris intensive Tage erlebt. Diese Begegnung fand dieses Jahr in Schliersee (Bayern) statt, wo wir gemeinsam in einer Jugendherberge gewohnt haben und von Betreuern des „Club Léo Lagrange“ begleitet wurden. Dieser Club ist eine Einrichtung, die sich auf binationale Begegnungen spezialisiert hat und diese Art von Austausch organisiert. Sie bietet zum Zweck des Sprach- und Kulturaustausches Programme an, die in diesem Sinne sehr aktivierend und motivierend gestaltet sind. Auch unser Programm war entsprechend ausgerichtet und bestand überwiegend aus deutsch-französischen Tandemaktivitäten oder Gruppenarbeiten. So mussten die Schüler gemeinsam Aufgaben, praktischer oder theoretischer Art, bewältigen. Diese Aktivitäten fanden im spielerischen Rahmen vormittags und nachmittags statt. Auf dem Programm stand z.B. eine Ralley durch das hiesige Heimatmuseum in deutsch-französischen Kleingruppen, bei der die Aufgaben nur durch gegenseitige Hilfe in der jeweiligen Fremdsprache gelöst werden konnten. Bei anderen Sprachspielen oder Phasen der Wortschatzerarbeitung stand die korrekte Aussprache oder die richtige Orthographie von Sätzen bzw. Wörtern im Vordergrund. Dieses Programm hat immer wieder, neben diesen Spielen, sehr viele authentische Sprechanlässe geboten und war aufgrunddessen für die Schüler hoch motivierend. Andere Aktionen waren zum Beispiel das Langlaufskifahren und Schlittenfahren in den Bergen, bei dem sich ein französischer und ein deutscher Schüler jeweils einen Schlitten teilten und das zuvor dazu erlernte Vokabular situationsgerecht anwenden mussten (z.B. „Bremsen! Mehr nach links! Achtung die Leute rechts! ☺).
Die Abende wurden von uns Teilnehmern gemeinsam gestaltet. So gab es den deutsch-französischen Gesellschaftsspieleabend, an dem sich die Schüler gegenseitig die typisch deutschen bzw. französischen Spiele erklärt und gespielt haben. An einem weiteren Abend standen deutsche und französische Lieder und Tänze auf dem Programm, die auch hier wieder von den Jugendlichen (und den Betreuern) gegenseitig beigebracht und anschließend gemeinsam aufgeführt wurden.
Was die dt.-frz. Verständigung sehr angeregt hatte, war die Tatsache, dass die französischen und deutschen Schüler in den Zimmern gemischt untergebracht waren, so dass auch in den Freiräumen und abends vor dem Schlafengehen eine zweisprachige Kommunikation möglich war. Diese wurde, gerade abends, stark genutzt, z.T. zum Leidwesen der betreuenden Lehrer.
Eines der Highlights war natürlich der Abschlussabend: wir hatten in der Jugendherberge einen Raum mit Musik- und Lichtanlage zur Verfügung, in dem die Jugendlichen ihre eigene Party organisierten und feierten. Den sehr traurigen Gesichtern bei der Verabschiedung am Folgetag nach zu urteilen, war der Abend und somit die gesamte Woche ein großer Erfolg.
|